Mülheim steht AUF fordert unabhängige Untersuchung

Veröffentlicht: Donnerstag, 22. Januar 2015

zum Artikel vom 15.01.2015 in der WAZ und NRZ

„Grubenwasser: SPD will Folgen vor Ort klären“

Dass die SPD Informationen über eine mögliche Gefährdung der Menschen in Mülheim verlangt, ist zu begrüßen. Welche Informationen können aber von der RAG erwartet werden, die aus Profitgründen die Wasserhaltung zurückfahren will? Natürlich wird dann alles als harmlos und umweltverträglich dargestellt. Mülheim steht AUF fordert eine unabhängige Untersuchung!

Die RAG bleibt heute bei tieferem Wasserstand unter den geforderten Grenzwerten für PCB. Nach Anhebung soll die aufkommende Giftbrühe direkt und ungeklärt in den Rhein geleitet werden. Dass damit die renaturierte Emscher entlastet werden soll, ist nicht Naturschutz, sondern ein Ablenkungsmanöver. Man muss wissen, dass es bei PCB keine unbedenkliche Untergrenze gibt. Es wirkt auch unterhalb der Grenzwerte extrem schädlich.

Anhand von 10.000 Tonnen PCB im Untergrund wird berechtigterweise eine Diskussion darüber begonnen. Es sei auch erinnert an die 1,6 Millionen Tonnen von zum Teil mit den Seveso-Giften Dioxin und Furan durchsetzter Schlacke aus Müllverbrennungsanlagen, die bis 2006 in alten Zechen eingelagert wurden! Mit diesen  tickenden Zeitbomben werden Gefahren für das Grundwasser bewusst in Kauf genommen.

(wurde bisher in der Lokalpresse nicht veröffentlicht)